Im Dezember gibt sich der Besuch die Klinke in die Hand...
Aber dieses Mal war es doch ein wenig spontaner: wir schrieben etwa eine Woche vor Weihnachten. Ich ging mal wieder einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach, mit Nico telefonieren. Natürlich kommt an dann auch auf Themen, die wohl so ziemlich die ganze Welt zu dieser Jahreszeit beschäftigen: was machen wir Silvester? Da uns ja doch ca. 1000 km trennen, kam die ganz klare Ansage "ich komme zu Dir geflogen!" Gesagt, Flug gebucht und getan.
Am 30.12. stand ich nun am Flughafen, Treffpunkt war der Baggage Claim. Die Ankunfttafel zeigte in grossen Lettern "landed". Aufgeregt schaute ich umher "wo ist er denn??" Da, mein Handy klingelte, Nico ist dran "Ich bin gleich da, fahre hier gerade eine Rolltreppe herunter" aha, kann also nicht mehr lange dauern. So lange hatten wir uns nun nicht mehr gesehen und unsere Wege müssen uns erst beide in die Staaten führen, damit wir uns wieder in die Arme schliessen können.
Es war soweit: Nico (immer noch mit Handy am Ohr und im T-Shirt bekleidet bei ca. 10 Grad Aussentemperatur) kommt zum Baggage Claim...es ist geschafft..
Unser erster Weg führte uns -natürlich- zum Caribou Coffee. Erst einmal hinsetzten und erzählen. War schon komisch, sich auf einmal gegenüber zu sitzen, hatte man doch vorher schon Stuuuuunden am Telefon miteinander verbracht. Die Planung der nächsten Tage stand an. Was machen wir alles? Leider musste ich noch zwei Tage arbeiten- und ich denke, nein ich bin mir sicher, das waren schon langweilige Stunden für ihn...sorry...
Es war endlich Silvester, New Years Eve. Was tun? Wir haben uns entschlossen zu DEM Event zu gehen: dem Peach Drop an Five Points. So wie erzählt wurde, eine grosse Party, viele Menschen, gute Stimmung und zu Mitternacht wird ein Peach gedropped (schließlich ist Georgia auch der Peach, der Pfirsich-Staat, was liegt da näher als einen Pfirsich fallen zu lassen um MItternach?!). Ja, das sollte es sein um gut in das neue Jahr zu kommen.
Am Morgen haben im Publix-Supermarkt den Weg in unseren Einkaufswagen (recht peinliche) bunte Plastikhüte, Tröten sowie eine Flasche Sekt zum Anstoßen gefunden. Aus dem Supermarkt raus sind wir allerdings ohne Sekt "kein Verkauf von Alkohol an Sonntagen- ein Georgia State Law" Was ist das denn???
Zu Hause angekommen musste natürlich ein Foto für die Lieben daheim her. Und wie? Na mit Selbstauslöser der Kamera! ...seht selbst das Resultat!



Nun gut, die Zeit kam das wir uns auf den Weg zur MARTA Station machten- mit den Hüten auf dem Kopf..



Nun gut, die Zeit kam das wir uns auf den Weg zur MARTA Station machten- mit den Hüten auf dem Kopf..
Dort angekommen waren wir schon ein wenig überrascht. Wahrscheinlich waren tausende von Menschen an Five Points versammelt, eine Band spielte- aber keine Stimmung. Lag es an der Songauswahl die die Band traf? Mit Schnulzen kann man wohl kaum eine Menschenmenge in Stimmung bringen. Oder lag es an den Leuten? Es gab ein bunt gemischtes Publikum, vom Gangser-Rapper bis hin zum Senioren war alles vertreten- und wir mitten drin.
Mitternacht nahte, alle starrten gebannt auf den Turm (den ich mir doch irgendwie spektakulärer vorstellte als eine Art Kran, nicht besonders hoch, mit einem orangenen Pfirsich dran). Da, die Band zählte den Countdown runter, bald war es soweit- dann fiel der Peach. Nico und ich fielen uns in die Arme "alles Gute fürs neue Jahr"....oh, was sagt der von der Band? Der Countdown war doch schon runtergezählt?! Jetzt verstehe ich "happy new year"...wir waren zu früh dran!! MAch nix, in Deutschland war ja schon seit 6 Stunden das neue Jahr!
Als das Feuerwerk vorbei war, also so um 00.02 Uhr, war es als hätte jemand das Ende eingeläutet- alle gingen auf einmal Richtung Ausgang. Wir also auch.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Shoppings! In der Lenox Mall haben wir angefangen uns von Abercrombie&Fitch bis hin zu Hollister durch die Läden gearbeitet.
Später führte uns der Weg dann nach Atlantic Station- Pizza essen und danach ins Kino! Ja so sollte ein perfekter Tag doch aussehen!
Die PIzza war gut, alles verlief ohne Zwischenfälle- bis zur Kinokasse. Nun hatten wir uns endlich für einen Film entschieden, standen in eisiger Kälte in der Schlange an, waren endlich dran, bestellten unsere Karten (was anscheinend gut verständlich war, denn der Mann hinter der Kasse hat nciht noch mal gefragt was wir wollen!) doch dann? Bei allen anderen verlief alles ohne Zwischenfälle, jeder bakam die Karten. Nur bei uns wieder: Probleme! Der Mann drehte sich um, nahm ein Walke-Talke, fing an zu reden- wir haben nicht verstanden. Bis er sich dann wieder uns zuwendete, wie wir völlig ratlos vor dem Schalter standen. Ah, ausverkauft. Also haben wir uns kurzerhand für einen andern Film entschieden "Holiday". Im Nachhinein wirklich eine gute SAche, das der andere Film ausverkauft war. Ein wirklich schöner Film, aber ich bin mir sihcer, dass wir an vielen Stellen die einzigen waren im Kino, die gelacht haben- eine wunderbare Paroudi auf den typischen Amerikaner. Na, das war ja genau das Richtige...
Am nächsten Tag hieß es schon wieder Abschied nehmen. Der Flieger ging zwar nicht nach Hause-Hause aber zurück nach Fort Lauderdale.
Und ein Wiedersehen ist sicher- im Februar!
In diesem Sinne: allen ein frohes neues Jahr!!

