Schon routiniert machte ich mich also auf den Weg zum Flughafen, parkte meinen Honda in der Tiefgarage und wartete, wartete und wartete. Die Zeit schien nicht zu vergehen, Menschenmassen bahnten sich den Weg zum Baggage Claim aber von Ulla und Edi keine Spur zu sehen.
Nach einer Wartezeit von mehreren Stunden, einem Milchkaffee und einer netten Unterhaltung mit meinen MItwartenden war es dann endlich soweit. Die beiden kamen auf den Baggage Claim Bereich zu und wir konnten uns in die Arme schließen. Es war schon ein komisches, endgültiges Gefühl. Denn war der Besuch von Ulla und Edi hier in Atlanta doch der Anfang vom Ende der Zeit hier in den Staaten.
Aber mit diesen Gedanken befasst man sich ja erst wenn es denn soweit ist- erst mal hiess es den Mietwagen der beiden bei Dollar.com abzuholen, mein Auto vom Flughafen zu holen und nach Atlanta ins Hotel zu fahren. Ansich nicht schwer- wer sollte schon glauben, das genau darin die Hürde bestand: Kaum bogen der Honda und ich um die Ecke am Flughafen, konnte ich den beiden nur noch winken- von hinten! Man, man wo wollen die denn hin? Es bedarf einiger Nerven und schließlich auch Telefonaten, bis klar war: sie sind schon mitten in Atlanta- und ich ncoh immer am verabredeten Punkt am Flughafen!
Aber alles kein Problem, schnell über den Interstate nach Midtown zu dem "roten Haus" vor dem sie standen, kurz die unerwartete Widervereinigung gefeiert und schon befanden wir uns wieder auf der Straße- auf dem Weg zu meinem Apartment!
Nach einer Besichtigungstour und Toilettenpause machten wir uns auf den Weg zum HOtel nach Buckhead, wo die beiden die nächsten drei Nächte bleiben sollten, bis die Weiterfahrt anstand.
In einem Lokal um die Ecke und einer anschließenden Leckereien aus dem "Lindt" Laden in der angrenzenden Lenox Mall, wurden die neuesten Neuigkeiten aus der Heimat ausgetauscht und Pläne geschmiedet für die nächsten Tage.
Der 29. April, unser erster gemeinsamer Tag, stand im Zeichen des Sightseeings: CNN, Coca Cola Museum (was leider geschlossen hatte), Underground Atlanta, Midtown mit Atlantic Station, Buckhead mit der Lenox Mall und natürlich Starbucks (ok, nicht unbedingt Sightseeing aber auf jeden Fall eine Institution!)
Am darauffolgenden Tag haben wir das Stadtgebiet Atlanta verlassen und sind hinaus ins Cobb County gefahren. Eine Gegend die mir durch die ersten Wochen in einem gemeinsamen Apartment doch noch bekannt ist. Vorbei an Autohäusern, großen Geschäften und dem "big chick" führte uns der Weg auf dem Cobb Parkway zu einem echten Erlebnis in der Ecke dort: Southern Kitchen Restaurant. Der Peach Muffin alleine wäre eine Fahrt dorthin wert!!


Nun war es soweit: der erste Mai war gekommen und Ulla und Edi liessen mich alleine in Atlanta zurück um sich auf den Weg nach Hilton Head Island zu machen!
Es waren kurze aber sehr schöne Tage. Sicherlich waren gerade in Atlanta alles Punkte und Orte, die man schon x-Mal gesehen hatte, die wir auch besichtigt haben. Aber es war DIE Gelegenheit von all den Orten Abschied zu nehmen und damit schon mal ein kleines bye bye Atlanta zu realisieren.