Es war soweit, nach Mark kündigte sich der zweite Besuch an- meine Mama!
Die Aufregung stieg gewaltig von MInute zu Minute, als ich beim Frühdienst auf "flight status" den Flug beobachtete bis er endlich in Atlanta landete.
Am Flughafen trafen wir uns dann und es dauerte nicht lange, da kullerten schon die ersten Tränen. War es Erleichterung nicht mehr alleine zu sein? Jemanden zum Anlehnen zu haben? Sich fallen lassen zu können und damit neue Kraft zu tanken für die folgenden Monate? Es war wohl eine Mischung aus allem. Kurzum: es ist halt die Mama!
In der Wohnung angekommen wurde dann auch schon der Koffer ausgepackt. Ach, ich war wohl in dieser Zeit einer der glücklichsten Menschen auf der Welt. Was kam zum Vorschein? Printen, Zimtsterne, die gute Milka und das Allerbeste: unmengen Tütensuppen von Maggi!
Für die Woche haben wir einen Plan gemacht, was alles zu besichtigen ist, was sich lohnt und was weniger.
Natürlich standen Punkte wie das Coca Cola Museum, CNN sowie Underground Atlanta auf dem Programmpunkt, die wir auch alle fleißig abgearbeitet haben.
Aber all diese Punkte sind nicht aufzuwägen mit den Kleinigkeiten (und auch größeren Dingen) die wir gemacht haben. War da doch zum Beispiel der erste Besuch in dem Fitnesscenter hier im Apartment Komplex. Uh, waren wir geschafft und haben danach erst mal eine Pause auf dem Bett liegend gemacht.
ODer der Besuch im Macy's in Buckhead. Dort haben wir eine weitere Decke für mein Bett gekauft. Eine wirklich kleine aber warme Decke (insgesamt sind es nun 2 Bettlaken, 1 Wolldecke, diese kleine Decke, 2 Überbetten von Ikea und ein Comforter die in der Nacht die Kälte aus dem Airbed fernhalten sollen).
Nicht zu vergessen unser Ausflug nach Douglasville, einem kleinen Örtchen etwa 30 Minuten vor Atlanta. Wir waren schnell der Meinung: niedlich aber nicht erstrebenswert dort zu wohnen. Ein schmuckes Einfamilienhaus (natürlich aus Holz gebaut) reiht sich an das Nächste. Das Stadtzentrum ist klein gehalten, praktisch nur eine Häuserzeile. Am Ende dieser angekommen haben wir auf einem Parkplatz gewendet- dem Parkplatz des örtlichen Gefängnisses...
Atlantic Station, ein neu angelegter Stadtteil mit Business, Wohnen und Shoppen, stand ebenso auf dem Programm. Fasziniert hat uns dort der riesen Weihnachtsbaum...soooo kitschig!!
Alles übertroffen hat unser "kleiner Spaziergang" auf der Peachtree Street.
Markante Punkte auf dieser berühmten Strasse haben wir passiert. Da waren das Museum of mordern Art (wir waren sogar drin!), das Haus vom "Vom Winde verweht" und natürlich die Pfirsichbäume- wie der Name der Strasse schon sagt. NAch ca. 8 Meilen und ettlichen Stunden konnten wir endlich ein Taxi finden das uns erschöpft nach Hause gefahren hat. Es war schön, einfach der NAse nachzulaufen, zu erleben, zu sehen und den Gedanken nachzuhängen.
Wir haben das Auto gewaschen (man sollte ja meinen die Waschanlagen in den Tankstellen funktionireen wie bei uns- aber nein, da sind keine Bürsten!), waren bei Mc Donald's, haben Fotos gemacht, haben Kaffee getrunken, waren im Fintesscenter, haben ausgeruht, waren in der Mall und und und.
In der Woche hatten wir sogar einen "Termin" - die Weihnachtsfeier im Apartmentkomplex. Wir waren schon ein wenig aufgeregt, weiss man doch so gar nicht was einen erwartet. Aber es war nett, Dolores vom Rental Office hat uns direkt mit Umarmungen begrüßt und wir smalltalkten uns so durch den Abend!
Kurzum: eine Woche in der man vom Alltag abschalten konnte. (na ja wenigstens etwas. Die Arbeit kam mit jedem Glatzkopf wieder ins Gedächtnis. Lange Geschichte, endete darin dass wir, egal ob im Lokal oder in der Mall, versucht haben die Männer mit Glatzkopf, möglichst unauffällig natürlich, zu fotografieren.)
In dieser Woche haben wir über Unwichtiges gesprochen aber auch über Dinge, die das Leben verändern werden...
Meine liebe LiMa, ich Danke Dir für diese Zeit hier, für Deine Unterstützung und Hilfe, tröstenden und aufbauenden Worte die immer so viel Kraft und Mut geben. Ja, es ist richtig so, wie es kommt.


